Der Camaro ist ein Pony Car (ein kleiner Sportwagen) des amerikanischen Automobilherstellers Chevrolet, der zum General Motors-Konzern (GM) gehört. Laut Chevrolet leitet sich der Name „Camaro“ aus dem französischen Wort camarade ab, was sich mit „Kamerad“ oder „Freund“ übersetzen lässt. Das weltbekannte sportliche Auto entstand als Konkurrenz zum Mitte der 1960er Jahre extrem erfolgreichen Ford Mustang und wurde als typischer Vertreter der Muscle-Cars schnell einer der beliebtesten Sportwagen. Ein ähnliches, nicht weniger erfolgreiches Konzept verfolgte der ebenfalls zu GM gehörende deutsche Automobilhersteller Opel mit dem Opel Manta. Die Standardmotorisierung des Camaros waren immer großvolumige V8-Motoren jenseits der 200 PS. Ebenfalls angebotene Reihensechszylinder, später V6-Maschinen, in den 1980er Jahren auch Reihenvierzylinder, galten stets als „Sparversionen“. Es wurden von 1966 bis 2002 vier unterschiedliche Camaro-Generationen auf den Markt gebracht. Ab 1993 wurde die vierte Generation des Camaro gebaut, sie hat aber mit dem ursprünglichen Design nicht mehr viel gemein. In Deutschland wurde ein 3,8-Liter-V6 mit kW (193 PS) als Coupé und Cabrio angeboten. Der 5,7-Liter-V8 als Z28 mit 212 kW (288 PS) wurde in Deutschland ausschließlich als Coupé mit T-Tops (2 herausnehmbaren Glasdachhälften) verkauft. Da er auf der gleichen Plattform (F-Body) aufbaut, gilt der Pontiac Firebird als sein Schwestermodell. Der Chevrolet Chevelle war ein Mittelklasse-PKW, der in den Modelljahren 1964 bis 1977 von Chevrolet in den USA als erstes Mittelklasse-Modell gebaut wurde. Die Unter-Modellreihen hießen Chevelle 300, Chevelle 300 Deluxe, Chevelle Malibu, Chevelle SS, Chevelle Concours und Chevelle Laguna. Die Chevelle sollte dem ähnlich großen Ford Fairlane Konkurrenz machen und das Chevrolet-Angebot um ein Modell ergänzen, das sich in Größe und Konzept an den beliebten Modellen von 1955 bis 1957 orientierte. Im Modellprogramm der sechziger Jahre belegten die Chevelle und ihre Luxusversion Malibu den mittleren Bereich zwischen den Kompaktwagen Corvair und Nova einerseits und den großen Modellen Impala und Caprice andererseits. Das Modellangebot der Chevelle reichte von preisgünstigen Limousinen und Kombis bis zu leistungsfähigen éCoups und Cabrios. Die sportlichen Versionen hießen Chevelle SS (für Super Sport) und zählten zu den Muscle Cars. Am Anfang war der Malibu die Luxusversion der Chevelle-Serie, bis 1977 die ganze Baureihe diesen Namen erhielt. Das Fahrwerk der Chevelle bot auch die Basis für den 1969 eingeführten Chevrolet Monte Carlo, der selbst ein sehr erfolgreiches Modell wurde. Frühe Design-Entwürfe zeigen, dass die Chevelle ursprünglich die Nova-Namensschilder tragen sollte – eine Bezeichnung, die dann für die kleinere Chevy II-Serie verwendet wurde.
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Dodge Bereits 1964 präsentierte Dodge die Studie eines sportlichen Coupes welches, einer Mode der Zeit entsprechend, mit Fließheck („Fastback“) und großem Grill besonders junge Kunden ansprechen sollte. 1965 präsentierte man eine Kleinserie des Dart mit einem stärkeren 4,5 l-Motor, unter der Bezeichnung „Charger 273“, 1966 kam dann das Serienmodell auf den Markt. Das Design entsprach weitgehend dem der Studie, die angebotenen Motoren waren ausschließlich die in den USA beliebten V8 -Maschinen. Da die Verantwortlichen bei Dodge der Auffassung waren, dass der erste Charger zu schwerfällig und altbacken wirke, kam schon 1968 ein völlig neues Modell auf den Markt. Es wirkte noch schnittiger als sein Vorgänger und wurde mit dieser Karosserie bis einschließlich 1970 gebaut. Diese drei Modelljahre waren die erfolgreichsten, und die damaligen Verkaufszahlen konnten später nicht mehr erreicht werden. Besonders die R/T („Road and Track“)-Modelle mit dem Hemi V8 galten als sichere Sieger eines jeden Beschleunigungsrennens, obwohl der Chrysler-Konzern mit den Charger- und den ihn ähnlichen Plymouth Road Runner-Modellen in der NASCAR bis 1970 ewiger Zweiter hinter den Ford-Fahrzeugen blieb. 1971 erhielt der Charger erneut eine neue Karosserieform, die bis 1974 mit nur kleineren Veränderungen gebaut wurde. In dieser Zeit wurden in den USA immer schärfere Emissionsgesetze in Kraft gesetzt, und die Käufer bevorzugten statt der Muscle-Cars in zunehmendem Maße komfortbetonte Modelle. Dodge trug dieser Entwicklung zwar mit umfangreichen Ausstattungen und kleineren Motoren Rechnung (man konnte den Charger schließlich auch mit für amerikanische Verhältnisse kleinen und schwächeren Sechszylinder-Motoren ordern), aber letztendlich bedeutete das Ende der Muscle-Car-Ära auch das Ende des Charger. Der Name Charger fand zwar weiter Verwendung, aber ab 1975 nur noch als ein als Dodge firmierender Chrysler Cordoba. Dieser war ein luxuriöses Coupé und hatte nichts mehr mit dem früheren Muscle-Cars gemein. In den 1980er Jahren tauchten zwar wieder Dodge-Fahrzeuge mit dem (Bei-)Namen „Charger“ auf (u. a. mit Volkswagen- und Peugeot-Motoren), aber ein Zusammenhang mit den Urmodellen bestand nicht mehr. Meistens wurde der Name „Charger“ nur als Zusatzbezeichnung für die leistungsstärkeren Varianten verwendet. Eine Ausnahme davon war lediglich die 1999 von DaimlerChrysler auf der Detroit Motor Show vorgestellte Studie „Dodge Charger R/T“. Dieses Fahrzeug wurde jedoch nie in Serie gebaut. 2004 begann die Vorserienproduktion eines neuen Charger für das Modelljahr 2006. Auch bei dieser Version gibt es wieder eine leistungsstarke R/T-Version, die wie früher von einem Hemi-V8 angetrieben und mit den Erfolgen der klassischen Charger-Modelle beworben wird. Letztendlich hat aber auch der aktuelle Charger nichts mehr mit den Muscle-Cars der 1960er Jahre gemein.
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